Über 50 Jahre lang – von 1841 bis 1907 – gab es in der Unteren Bachgasse eine Synagoge. Darauf weist seit Kurzem eine Metalltafel hin, die das Kulturreferat auf Antrag der CSU-Stadtratsfraktion im Kulturausschuss vor dem Haus Untere Bachgasse 3 anbringen ließ.
Die Tafel trägt folgende Aufschrift: „Ehemalige Synagoge – An dieser Stelle im Turm des gotischen Wollerhauses befand sich von 1841 bis 1907 die Regensburger Synagoge. 1938 wurde das mittelalterliche Anwesen abgerissen“. Sie wurde durch eine Privatspende finanziert und in Absprache mit den Hausbesitzern an der Fassade angebracht.
Das gotische Haus gehörte ursprünglich zusammen mit dem ehemaligen Nachbaranwesen, Untere Bachgasse 5, der Ratsherrnfamilie Woller. Etwa um das Jahr 1400 begann der wirtschaftliche Niedergang der Wollers und das Haus wechselte in den Besitz der Familie Steyrer, im 16. Jahrhundert dann in das Eigentum der Flettacher.
Am 2. April 1841 weihte die jüdische Gemeinde in diesem Haus einen Betsaal ein. 1907 wurde dieser Betsaal wegen Einsturzgefahr geschlossen. In der Schäffnerstraße 2 wurde eine neue Synagoge gebaut, die 1912 eingeweiht wurde.
Im Oktober 1938 wurde schließlich das mittelalterliche Anwesen in der Unteren Bachgasse abgerissen.
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