Die Ägyptische Regierung lässt aus Angst vor Schweinegrippe alle im Land lebenden Schweine töten - obwohl in Ägypten bisher kein einziger Fall der Seuche aufgetreten ist.
Wer am Sonntag abend den ARD Weltspiegel gesehen hat, dem mag es gegangen sein wie mir: Auch wenn uns - entgegen allen gesundheitlichen und tierschützerischen Argumenten - ein kerniges Schweineschnitzel gelegentlich das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt - nach dem eben gesehenen Beitrag ist mir persönlich der Appetit gründlich vergangen.
Laut Weltspiegel werden derzeit in Ägypten etwa 350.000 Schweine "prophylaktisch" getötet, um auf diese Weise der drohenden Schweinegrippe bereits im Vorfeld zu begegnen. Nur - bislang ist in Ägypten kein einziger Fall dieser Grippe bekannt geworden ...
Wie ein Amateurvideo belegt, wurden die Schweine offenbar auf sehr brutale Weise ohne weitere Massnahmen zur Beruhigung der Tiere mit Schaufelbaggern "eingesammelt" und einfach aus mehreren Metern Höhe in einen Tieflader auf ihre dort bereits befindlichen Artgenossen fallen gelassen. Nicht genug der Quälerei: Die Tötung erfolgte dann nach mehreren Stunden, indem man die Tiere aus dem Tieflader in eine Grube kippte und danach diejenigen, die bis hierher noch überlebt hatten, mit Eisenstangen und Knüppeln einfach zu Tode prügelte.
Die weiteren traurigen Details möchte ich mir hier sparen, nicht aber die Frage:
Würden Sie Ihr nächstes Schnitzel (vom Schwein dürften Sie dort ohnehin keins mehr bekommen) wirklich noch in Ägypten zu sich nehmen?
Ich finde, es gibt definitiv auch andere Urlaubsländer, in denen man seinen Aufenthalt geniessen kann und dabei keine schlechtes Gewissen haben muss, mit der Urlaubskasse auch noch die brutale Quälerei an lebenden Geschöpfen mit zu finanzieren.
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