Donnerstag, 15. April 2010
Regionales

Weitere Führung am Musterbauwerk Steinerne Brücke geplant

Aufgrund des hohen Interesses wird am 24. April 2010 eine weitere Führung am Musterbauwerk „Steinerne Brücke“ stattfinden.

Führung am Musterbauwerk Steinerne Brücke am 24. April 2010

Führung Steinerne Brücke

Zu den letzten zwei Führungen am Musterbauwerk „Steinerne Brücke“ im Bauhof Nord kamen rund 200 interessierte Bürgerinnen und Bürger. Unter der fachkundigen Leitung von Tiefbauamtsleiter Alfons Swaczyna stand besonders die Bedeutung der Brückenoberfläche mit Brüstungen und Belag als das schützende Dach der Steinernen Brücke im Mittelpunkt der Ausführungen.

Detailliert wurden die Schutzfunktion eines möglichst dichten Belags, der das Regenwasser schnell abführen kann, und die technischen Zusammenhänge von Ober- und Unterbau erläutert: Denn nur mit Hilfe eines Plattenbelags mit einem geringen Fugenanteil, wie vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege aufgrund der Voruntersuchungen schon 2006 gefordert, kann die Bücke nachhaltig geschützt und erhalten werden.

Bei der Auswahl des Belags hat sich das Tiefbauamt in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege an einer Fotografie aus dem Jahre 1859 orientiert. Sie zeigt einen Plattenbelag, der nach einer Aufzeichnung bereits 1648 verlegt wurde. Damals hieß es: „Die Brückenbahn (…) wurde 1648 mit schönen, großen Quadern (…) mit Hirschlinger Granitplatten belegt.“

Doch nicht nur die Schutzfunktion des Plattenbelags für das Baudenkmal stand bei der Auswahl im Vordergrund, sondern auch die gute Begehbarkeit für Fußgänger und Radfahrer.

Gerade diese geplante Verbesserung gegenüber dem heutigen unebenen und rutschigen Zustand wurde von vielen Besucherinnen und Besuchern positiv bewertet.

Da das Interesse am 27. März 2010 und 10. April 2010 so groß war, wird eine weitere Führung am 24. April 2010 jeweils um 10 Uhr, 11 Uhr, 13 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr im Bauhof Nord (Harthofer Weg 9) angeboten.

Bürgerinnen und Bürger können sich dann wiederholt unter fachlicher Begleitung einen Eindruck vom Planungsprozess und vom zukünftigen Erscheinungsbild der neuen Brückenoberfläche verschaffen.

Es wird zudem möglich sein, die unterschiedlichen Granitsteinarten zu betasten und die farblichen Feinheiten der Steine zu betrachten. Außerdem werden Fragen rund um die Instandsetzung ausführlich beantwortet.

„Den Besuchern wurde bewusst, dass sich durch die Instandsetzung das heutige Erscheinungsbild der Steinernen Brücke zunächst verändern wird und man sich an den neuen Anblick erst noch gewöhnen muss“, berichtete Amtsleiter Swaczyna nach den Führungen. „Sie haben aber verstanden, wie wichtig ein Plattenbelag mit deutlich weniger Fugen für den zukünftigen und nachhaltigen Erhalt der Steinernen Brücke ist“, betonte Alfons Swaczyna.

Von: Stadt Regensburg


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