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Montag, 06. Dezember 2010
Regionales

Der Stadtmaler

Die Städtische Galerie Leerer Beutel präsentiert 110 Regensburg-Ansichten des Malers Willi Ulfig, der zu den bekanntesten Künstlerpersönlichkeiten der Stadt zählt und heuer 100 Jahre alt geworden wäre

Der Stadtmaler - Vom 11. Dezember 2010 bis zum 06. März 2011 im Leeren Beutel

Der Stadtmaler

Die einzigartige Regensburger Stadtlandschaft war für den Maler Willi Ulfig ein nicht versiegender Quell der Inspiration. Aus seinen zahlreichen klein- und großformatigen Interpretationen der Altstadtsilhouette spricht unverkennbar die Liebe zu der Stadt, in der er sich 1945 niederließ. Ulfig entwickelte sich zu einem der meist gefragten und wichtigsten Künstler Regensburgs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Vom 11. Dezember 2010 bis zum 06. März 2011 sind im Leeren Beutel etwa 110 Werke Ulfigs ausgestellt, die sich immer wieder neu und überraschend mit dem Stadtbild auseinandersetzen.

Heuer wäre der 1910 in Breslau geborene und 1983 in Stefling (Landkreis Schwandorf) gestorbene Willi Ulfig 100 Jahre alt geworden – ein besonderer Grund für die Städtische Galerie Leerer Beutel, dem außergewöhnlichen Maler, der die Regensburger Kunstszene über fast vier Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgeprägt hat, die Werkschau „Willi Ulfig- Stadtpanorama Regensburg“ zu widmen:

„Willi Ulfig hat mit seinem herausragenden Können markante Spuren in Regensburg hinterlassen“, beschreibt Kulturreferent Klemens Unger die Bedeutung des Künstlers. „Seine Werke sind nicht nur begehrte Sammlerobjekte geworden, einige von ihnen prägen als Kunstwerke an Gebäudefassaden auch das Stadtbild. Und ich freue mich ganz besonders darüber, dass wir mit der Berthold-Furtmeyr-Ausstellung und der Ulfig-Werkschau zur gleichen Zeit zwei sehr unterschiedliche Regensburger Künstlerwelten präsentieren können.“

Dr. Reiner Meyer, Leiter der Städtischen Galerie Leerer Beutel, ist erfreut darüber, „dass es gelungen ist, gemeinsam mit dem Kunstkontor Westnerwacht, der Ulfig-Sammlung des Donau-Einkaufszentrums und mithilfe zahlreicher Leihgeber eine Ausstellungstrilogie zu realisieren, die zum 100. Geburtstag dieses für Regensburg so wichtigen Künstlers einen umfassenden Überblick über sein beachtliches Lebenswerk gewährt, das insgesamt mehrere tausend Arbeiten umfasst.“

Parallel zu den Stadtansichten im Leeren Beutel zeigt das Kunstkontor Westnerwacht bis zum 26. Februar 2011 den thematischen Ulfig-Schwerpunkt „Von Mensch und Tier“. In der Galerie des Donau- Einkaufszentrums ist am 13. November eine Ausstellung mit „Lyrischen Landschaften“ Ulfigs zu Ende gegangen.

In seiner Heimstadt Breslau schließt Willi Ulfig als Jugendlicher eine dreieinhalbjährige Lehre zum Malergesellen ab, anschließend studiert er an der Kunstgewerbeschule und der Kunstakademie in Breslau. Sechs Jahre lang arbeitet Ulfig als freischaffender Künstler und nimmt nebenbei Arbeiten als Schriftenmaler und Bühnenbildner an. Auch während seines Militärdienstes, unter anderem in Straßburg und Paris, lässt ihn die Kunst nicht los: er stattet die Bühnen des Fronttheaters aus. Alle Werke Ulfigs, die vor 1945 entstanden, sind bis heute verschollen.

1945 flieht Willi Ulfig aus der Kriegsgefangenschaft in der Tschechoslowakei in die amerikanisch besetzte Zone, nach Regensburg. Die Stadt wird ihm zur neuen Heimat, in der er mit Erfolg an seinem künstlerischen Neubeginn arbeitet. In einem kleinen Atelier am Domplatz verdient er den Lebensunterhalt zunächst mit Porträts für amerikanische Soldaten, er fertigt Kinoplakate und Gebrauchsgraphiken.

Und er beginnt die Erkundung der Stadt: In Aquarellen und Mischtechnik-Arbeiten hält er mit anfangs leichten künstlerischen Verfremdungen etwa die Notbrücke am Unteren Wöhrd, die nach Sprengungen durch die Wehrmacht notdürftig reparierte Steinerne Brücke, die ebenfalls gesprengte damalige Reichsbrücke und eine der ersten Dulten nach dem Krieg fest. Er hat eines seiner wichtigen Themen gefunden, das ihn nicht mehr loslassen wird: Willi Ulfig entwickelt sich mehr und mehr zu einem künstlerischen Dokumentar Regensburger Stadtansichten – anfangs in einer stark ans Gegenständliche angelehnten, später mehr und mehr ans Abstrakte heranreichenden Bildsprache. Das damals vielfach noch graue Regensburg beginnt in Ulfigs Werken mit starken Farben zu leuchten. Er spielt mit strengen geometrischen Mustern. Ulfig hält seine Regensburg-Impressionen in Kleinformaten ebenso fest wie in ausladenden Werken.

Die Ausstellung im Leeren Beutel spannt einen weiten zeitlichen Bogen von frühen Aquarellen aus dem Jahr 1945 bis hin zu seinen Meisterwerken auf Leinwand in den 1960er und 1970er Jahren. Ein Höhepunkt der Schau im Leeren Beutel ist ein monumentales, 2,45 mal 8,5 Meter großes Stadtpanorama, das Ulfig 1975 für das Regensburger Donau-Einkaufszentrum malte und das nach fünf Jahren wieder der Öffentlichkeit präsentiert wird – und dies erstmals in einem Museum.

„Die großformatigen Arbeiten Willi Ulfigs können wir im Leeren Beutel besonders gut zur Geltung bringen“, betont Dr. Reiner Meyer, der die vielfältigen Werke – Aquarelle, Mischtechniken, Monotypien, Serigraphien, Gouachen und Drucke - aus den Beständen der Städtischen Galerie Leerer Beutel und des Kulturreferats, aus dem Nachlass Ulfigs sowie aus Firmen – und Privatsammlungen zusammengetragen hat.

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Restaurant Leerer Beutel, dem Arbeitskreis Film, dem Schriftstellerverband sowie den Kulturpädagogik-Fachleuten von Cultheca durch ein attraktives Begleitprogramm mit Führungen ergänzt, unter anderem mit speziellen Angeboten für Singles, Familien und Senioren.

Willi-Ulfig-Ausstellung, „Stadtpanorama Regensburg“
in der Städtischen Galerie Leerer Beutel,
Bertoldstraße 9,
93047 Regensburg.
Telefon (0941) 507-24 40 (Kasse).

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr.
Geschlossen am 24., 25., 31. Dezember, 1. Januar und Faschingsdienstag.

Informationen über die Sonderführungen und Anmeldung:
Cultheca,
Telefon (0941) 69 89 69 46.

Von: Stadt Regensburg


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