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Donnerstag, 15. Januar 2009

Deutschland - hungrig Vaterland!?

Laut aktuellen Statistiken ist Deutschland das viertreichste Land auf diesem Planeten. Trotzdem steigt auch hierzulande die Zahl der Menschen, die unter Hunger leiden müssen ständig an.

Mehr als eine Million (!) Bundesbürger ist ohne die Unterstützung der zwischenzeitlich weit verbreiteten "Tafelbewegung" nicht mehr in der Lage, den täglichen Bedarf an Lebensmitteln zu decken.

Seit über 15 Jahren versorgen in Deutschland mittlerweile über 780 Tafeln mehr als 700.000 Menschen pro Monat mit Nahrungsmitteln, die im Wirtschaftskreislauf nicht mehr benötigt und deshalb vernichtet würden. Die Tafeln mit ihren bundesweit etwa 32.000 ehrenamtlichen Helfern finanzieren sich ausschließlich aus Geld- und Sachspenden (Lebensmittel), gelegentlich erhalten sie auch Unterstützung von den Kommunen. Da sie jedoch als "private Initiative" gelten, werden ihnen von Bund und Ländern keinerlei Mittel zur Verfügung gestellt.

Bezeichnender Weise fand der größte Zuwachs an Tafeln in den Jahren 1998 (ca. 100 Tafeln) bis 2005 (etwa 540 Tafeln) statt, also genau in der Zeit der letzten Bundesregierung. Während der Kanzlerschaft von Gerhard Schröder wurden die sog. "Hartz-Gesetze" verabschiedet, die 2005 mit Hartz IV ihren bislang krönenden Abschluß fanden.

Betrachtet man heute diejenigen Menschen, die ohne die Tafeln nicht mehr "über die Runden kommen" etwas näher, stellt man meistens sehr schnell fest, daß viele von ihnen Opfer dieser teils gravierenden Einschnitte ins soziale System geworden sind. Daß heute "Sozialhilfe-Empfänger" nur mehr als "Hartz IV-Empfänger" bezeichnet werden, hat wohl auch nur den Hintergrund, daß der Begriff nicht ganz so häßlich klingt, wie die Lage eines Betroffenen in Wahrheit eigentlich ist.

Daß sich diese Situation bald ändert, darf eher bezweifelt werden, betrachtet man die Ausrichtung der Sozialpolitik der aktuellen Bundesregierung - auch die Perspektiven für die Zeit nach den Wahlen im Herbst stimmen nicht gerade hoffnungsvoll.

So müssen wir uns wohl daran gewöhnen, daß auch in den nächsten Jahren die Anzahl an hungernden Mitbürgern ansteigen wird. Wen es stört, der kann ja ganz einfach genauso darüber hinweg sehen, wie es das Gros unserer Politiker schon seit Jahren macht.

Obwohl: Die Besucher der Tafeln in unserem Lande würden sich sicherlich freuen, wenn unter den dort angebotenen Lebensmitteln in Zukunft auch mal solche landen würden, die etwa in der Küche des Bundestages nicht mehr verwendet werden konnten ...

Doch - wie schon der kürzlich verstorbene Schriftsteller Johannes Mario Simmel ganz richtig schrieb - "Es muß nicht immer Kaviar sein!"

Von: jw


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