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Patrizierhäuser und Türme - Die "Wolkenkratzer" des Mittelalters

Goldener Turm
Goldener Turm

Die burgartigen Wohnhäuser der reichen Patrizierfamilien mit ihren hoch in den Himmel ragenden Türmen beherrschten das Stadtbild Regensburgs im Mittelalter. Etwa 40 dieser sog. Geschlechtertürme lassen sich heute noch nachweisen.

Als Zeichen von Wehrhaftigkeit, Wohlstand und Macht repräsentierten die Geschlechtertürme den Status der reichen Patrizierfamilien. Vorbild für diese Patrizierburgen waren die Städte Italiens, welche von den Regensburger Kaufleuten des öfteren bereist wurden. Nicht zu Unrecht wird Regensburg deshalb als "nördlichste Stadt Italiens" bezeichnet.

Der eindrucksvollste dieser Türme ist der um 1260 entstandene Goldene Turm. Mit seinen neun Stockwerken und einer Gesamthöhe von 50 Metern ist er der höchste Hausturm nördlich der Alpen. Im Hof des Anwesens finden sich noch Reste reizvoller Renaissancearkaden. Nach dem Abbruch des Marktturmes diente der Goldene Turm seit dem Jahre 1706 zum "Anblasen" bei bürgerlichen Hochzeiten.

In den 80er Jahren wurde er im Zuge einer durchgreifenden Sanierung zu einem Studentenwohnheim umgebaut.

Baumburgerturm

Der Baumburgerturm

Baumburgerturm am Watmarkt 4
Baumburgerturm

Zu den wohl schönsten Beispielen mittelalterlicher Patriziertürme zählt die Nordfassade des am Watmarkt Nr. 4 befindlichen Baumburgerturmes.

Er besitzt 7 Geschosse, die von unten nach oben mit einer italienischen Bauwerken nachempfundenen "Loggia", dann Dreier- und Zweierarkaden aufwarten. Die obersten beiden Stockwerke besitzen noch einfache Fenster, über dem Obersten befindet sich eine Königsfigur.

Nachdem im Laufe der Zeit am Mauerwerk starke Verwitterungsschäden aufgetreten waren, wurde der Turm Ende der 60er Jahre renoviert und neu verputzt.

Im Erdgeschoss befindet sich heute mit dem "Dampfnudel-Uli" eine der neuzeitlichen Attraktionen Regensburgs.

Goliathhaus

Goliathhaus

Das Goliathhaus in der Goliathstraße
Goliathhaus

In der Goliathstraße 4 findet sich das frühgotische Goliathhaus, das vermutlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde.

Ursprünglich diente es wohl als Herberge für die "Goliarden", wie man im Mittelalter umherziehende Akademiker und Studenten nannte, die sich auf der Suche nach einem geistlichen oder weltlichen Amt befanden, der Name leitet sich wahrscheinlich von ihnen ab.

Um 1570 schuf Melchior Bochsberger an der Südfassade ein monumentales Fassadengemälde, das den Kampf Davids, eines redlichen Kaufmannes gegen den hochmütigen Rivalen Goliath symbolisiert.

Das Goliathhaus war seit 1290 der Stammsitz der Familie Thundorfer, einer mächtigen Regensburger Kaufmannsfamilie. Heute beherbergt das Gebäude das Regensburger Turmtheater.

Haidplatz

Patrizierhäuser rund um den Haidplatz

Patrizierhäuser am Haidplatz
Am Haidplatz

Am Haidplatz, einst das soziale Zentrum Regensburgs, finden sich beeindruckende Zeugen mittelalterlicher Baukunst. Den Platz beherrscht das Goldene Kreuz, eine ursprünglich aus zwei Gebäuden bestehende, 1862 zusammengefaßte Wohnanlage. Vom 16. bis 19. Jh. diente das Goldene Kreuz als Kaiserherberge und gilt als ältestes Hotel der Stadt. Am Turm befindet sich ein Reliefporträt von Don Juan d'Austria, dem Sohn Kaiser Karls V. und der Regensburger Bürgerstochter Barbara Blomberg.Als Sieger über die türkische Flotte 1571 in der Seeschlacht von Lepanto ging er als Retter des Abendlands in die Geschichte ein.

Kaum weniger imposant ist die Neue Waag, ein Bauwerk aus dem 14. Jh. mit ehem. Hauskapelle im Turm und schönen Renaissaucearkaden auf toskanischen Säulen im Innenhof.

Ganz in der Nähe steht das Thon-Dittmer-Palais. Die im Mittelalter enstandene Anlage wurde zu Beginn des 19. Jh.'s von Emanuel d'Herigoyen zu einem Stadtpalais mit klassizistischer Fassade um- gestaltet. Die dreigeschossigen Arkaden aus der Renaissauce an der West- und Nordseite des Innenhofs verbreiten ein italienisches Ambiente und bieten eine ideale Kulisse für Theateraufführungen und Open-Air-Konzerte.

Heuport

Haus Heuport und Kaiserhof

Haus Heuport und Kaiserhof
Haus Heuport und Kaiserhof

Zwei bedeutende Patrizierhäuser gegenüber des Domes. Gegenüber der Westfassade des Doms befinden sich zwei bedeutende Patrizierhäuser: Das Haus Heuport und der Kaiserhof, heute ein Hotel. Der Kaiserhof erhielt seinen Namen von der Familie seines Besitzers, nicht, wie zu vermuten wäre, vom Herrscher des Reiches.

Das Heuport befindet sich am Eingang zum ehemaligen Ghetto, vor dessen heute nicht mehr vorhandenem Tor, "porta foeni", früher Heu verkauft wurde. Es ist errichtet als Vierflügelanlage um einen Innenhof und besitzt eine dreigeschossige Fassade. Die Fenster im ersten Stock sind der venezianischen Gotik zuzuordnen.

Vom Innenhof führt eine barocke Holztreppe nach oben, an deren unterer Mauerecke eine Darstellung der "törichten Jungfrau" aus dem 12. Jahrhundert zu sehen ist. Zwei kleine Steinfiguren stellen die Verführung der Jungfrau durch den Satan dar, der durch einen jungen Mann mit Apfel und einer Schlange auf seiner Rückseite symbolisiert wird.


Impressionen

Impressionen von Patrizierhäusern

  • Goldener Turm
  • Keplerhaus
  • Goldener Turm
  • Haidplatz
  • Runtingerhaus
  • Thon-Dittmer-Palais

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